_6/24 mal Vorfreude auf die 24 Stunden vom Nürburgring

Die Vorfreude auf das 24h-Rennen am Nürburgring steigt mit jedem Tag. Ich trage hier einige Gedanken zusammen, die bei mir in den letzten Jahren Gänsehaut ausgelöst haben und auf die ich mich wieder freue. Dieser Blog wird laufend aktualisiert – bis die 24 voll sind.

[1] Nordschleife

Grüne Hölle wird sie genannt. Sie windet sich rund um die Nürburg. Vom Hatzenbach bis zur Döttinger Höhe müssen die Autos pro 20,8 Kilometern je Runde 300 Höhenmeter überwinden. Die Reifen werden durch 33 Links- und 40 Rechtskurven gequält. Es kommt vor, dass man bei Sonnenschein startet und in der gleichen Runde mit Aquaplaning kämpfst. Als Zuschauer brauchst du Sonnencreme und Gummistiefel.

[2] Boxengasse Nürburgring

Rennanzug an, Kamera am Anschlag, raus in die Boxengasse. Wer in diese Welt abtaucht, vergisst die Zeit. Wenn Rennautos in die Boxengasse einfahren, ertönt ein Signal, die Mechaniker stehen bereit, winken die Fahrer heran. Reifen und Fahrer werden gewechselt, Benzin getankt, Kotflügel geklebt, Bremsscheiben dampfen. Wie Krieger, die vom Feld zurückkehren, verarztet und wieder fit gemacht werden.

[3] Brünnchen

Das erst Mal verliebt – 2009 bin ich hier mehr oder weniger aus Versehen gelandet, als ich das 24h-Rennen sehen wollte. Zuerst hatten wir einen Zeltplatz auf einer Wiese gegenüber Pflanzgarten. Zum Rennen sind wir dann rüber an die Strecke entlang zum Brünnchen gewandert. Dort war noch Platz. Also Zelt hierher verfrachtet und von Donnerstag bis Sonntag Benzin, Grillwürste und Bier inhaliert. Liebe.

[4] Maxim Martin

Wenn du dich auf etwas verlassen kannst, dann ist es das Eifelwetter. Eifelwetter heißt, dass es immer regnet. Regnet es nicht an der Nordschleife, dann wird es bald regnen – sagen zwei Sprichwörter. Und Maxime Martin kann Regen. Wenn mich jemand fragt, wer mein Nordschleifenheld ist: Maxim Martin – 2013 sitzt er im gänsehautohrenbetäubenden BMW-Z4 Marc VDS Racing. Es regnet in Strömen und er fährt Kreise um schwimmende Autos, knappst dem Führenden SLS 20 Sekunden pro Runde ab. Und wird Gesamtzweiter. Ich hatte noch nie so kurze Fingernägel. Geile Vorstellung.

[5] Döttinger Höhe

Runterkommen, entspannen, Technik durchchecken. Was die Fahrer auf der 2,6 Kilometer langen Gerade machen, wird für den Zuschauer zur Geduldsprobe. Genau drei Mal bin ich schon vom Brünnchen über Pflanzgarten zur Start-Ziel an der Grand-Prix-Strecke gewandert. Immer wieder fragten mich meine Beine, warum ich ihnen das antue. Ganz einfach, weil du die Rennautos sehr lange und klar hören kannst, bevor sie an dir mit 270 km/h vorbeiknallen. Auch gut: Das Schaulaufen der Fanautos, die hier auf der B258 hin- und zurückflanieren.

[6] Fanautos

Womit wir schon beim nächsten Punkt wären: Das 24h-Rennen ist eine große Party, die das Auto feiert. Hersteller, Teams und Fans sind mit ihren Autos rund um den Ring unterwegs. Mercedes-AMG enthüllte 2017 den Antriebsstrang des Project One. Drüben bei BMW kann man im Rahmen des M-Festivals diverse M-Modelle fahren. Selbst Bentley und Rolls Royce majestieren durch Adenau und Quiddelbach. Es ist ein Fest.

Bilder: schwerunterwegs (Auch erschienen auf MOTOR-TALK.de)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s