_Nachtrauschen in der E-Klasse.

Wasser rauscht. Der Wind in den Baumkronen. Ein Ohr an einer unbewohnten Muschel. Das Blut in den Adern. Wir können uns vom Glück berauschen lassen. Ein Fest der Sinne. So endet eine Reise. Nicht mit einem Knall. Sondern im Rausch.

Solange ein Rauschen existiert, gibt es Leben. Ich bin im Auto unterwegs und fahre Berlin entgegen. Ein vor Spannung berstende Stadt. Überall kocht und brodelt es. Menschenmassen verschmelzen zu einer dynamischen Masse. Jede Sekunde ist eine Explosion der Lichter, Töne, Gerüche und Gefühle. Wie kann ich dieses Pulverfass bändigen? Je länger ich mir diese Frage stelle, desto weniger kann ich die Gedanken trennen, gliedern und einordnen. Es ist wie flüssiger Sand, der mir durch die rohen Hände fließt. Dieses Chaos lässt sich nicht in einem Bild verewigen. Es ist eher wie ein Film, der vor den Augen abläuft. Untermalt vom Hämmern der Eindrücke muss man den Dingen einfach ihren Lauf lassen.

Es kommt die Zeit, in der dieses heillose Durcheinander plötzlich Sinn ergibt. Irgendwo findet jedes Teil im großen Kosmos von Berlin. Kurze Momente steigern sich zur Ewigkeit, während Episoden voller Ereignisse zu Lidschlägen schrumpfen. Es bleibt mehr als nur ein großer Haufen verblassendes Rauschen. Hier ändert sich alles so rasend schnell und jede Straßenecke, jeder Laden, jeder Park, alle Wohnungen und die Menschen darin zeigen bald unterschiedliche Gesichter. Die Kunst besteht darin, sie alle trotzdem wieder zu erkennen und im steten Wandel die einzig feste Größe zu erkennen. Doch muss ich wieder weg. Hinein ins Dunkel der Nacht.

Auf meinem Weg begleitet mich dieses Mal ein Stern. Der hört auf den schnöden Namen „Mercedes-Benz E220CDI“. Das klingt so aufregend wie Anschauungsunterricht im Planetarium. Als T-Modell, also als Kombi, streckt der Raumgleiter sein Blechkleid auf beachtliche fünf Meter Länge. Das ergibt nicht nur viel Platz für die Passagiere. Auch das Außendesign profitiert davon. Länge läuft einfach. Durchgezogene Linien, gekonnt unterbrochen und stilsicher an markanten Stellen fortgeführt, unterstützen eine elegante Formensprache. Nirgendwo erkenne ich ein Gramm Fett zu viel. Jeder Pinselstrich wirkt klar und durchdacht. Die pure Freude für das Auge.

Bei der Lichtgestaltung kommen in der Stuttgarter Business-Class mehr und mehr LED’s zum Einsatz. Die Xenon-Lampen früherer Tage waren nicht schlecht. Sie verbrauchen aber zu viel Energie und wenn sie kaputt gehen, kostet der Ersatz so viel wie ein Schwerelos-Flug bei der Nasa. Die Lichtfarbe der neuen LED-Scheinwerfer entspricht der des Sonnenlichts und macht die Nacht zum Tag – ohne dunkle Ecken und unsichtbare Nebelfelder. Gekoppelt an das ILS stechen die Scheinwerfer in jede Kurve und folgen dem Lenkeinschlag. Entgegen kommenden Verkehr maskiert das System, um die Fahrer nicht zu blenden. Obwohl dauerhaft das Fernlicht eingeschaltet ist.

In keinem anderen Auto dieser Art gibt es so viel Platz. Die E-Klasse als automobiles Universum auf vier Rädern fährt so viel Raum mit sich herum, dass ich mich frage, warum sich noch niemand an einen Camping-Aufbau gewagt hat. Wenn die hintere Sitzreihe umgelegt wird, reicht die Weite der Liegefläche locker für eine große Matratze. Urlaub im Auto bekommt so ganz andere Dimensionen Spontan nach Lausanne in die Schweiz? Entlang der Cote d’Azur? Nach Andorra in die Pyrenäen? Warum eigentlich nicht. Wer eine E-Klasse sein Eigen nennt, wird aber kaum so verrückt sein, um das durch zu ziehen.

Das ist eigentlich schade drum und genau das einzige Problem, was ich an der E-Klasse gefunden habe. Ihr Image, ein Taxi- oder Rentnermobil zu sein, eilt ihr derart schnell voraus, dass der Stern schon vorbei gezogen ist, bevor die wahren Qualitäten zum Vorschein kommen. Das T-Modell beherrscht alle Facetten des Autofahrens. Von sportiv schnell bis entspannt ökonomisch. Ihr Fahrwerk ist zugleich Sänfte und Rasiermesser. Die Lenkpräzision übertrifft nach meinem Gefühl sogar die eines BMW 5ers, dem eigentlichen Platzhirsch in Sachen Fahrspaß. Auch der kräftige Motor muss sich nicht hinter den Dieseltriebwerken aus Bayern oder Wolfsburg verstecken. Er baut soviel Druck auf, dass die 7-Gang Automatik ganz locker auf der Drehmoment-Welle surfen kann. Dabei knurrt er kräftig und sonor vor sich hin. Die Taximanieren hat er sich gehörig abgewöhnt. Und auch sonst hinterlässt die E-Klasse einen sehr stimmigen und selbstbewussten Eindruck. Mit der konsequenten Modellpolitik von Mercedes kann sich auch das Image nachhaltig zu jüngeren Zielgruppen verschieben. Die Qualitäten dazu bringen die Stuttgarter allemal mit.

Angekommen. Ich schalte die Zündung ab und höre dem Motor beim Abkühlen zu. Er tickt ein, zwei, drei, vier Mal. Als würde er noch einmal die Stunden zählen, die er jetzt geschafft hat. Ein langer Weg liegt hinter uns. Der nächtliche Düsseldorfer Wind rauscht durch die Fenster und verschwindet in der Nacht.

Wie das geht? www.hertz.de

Mercedes-Benz E220CDI Avantgarde
2.1 Liter R4 Dieselmotor
170 PS und 400 NM
8.6 Sekunden 0-100 km/h
216 km/h Spitze
7G-Tronic Automatikgetriebe mit 7 Gängen
ILS  – Intelligent Light System
Leder auf Sportsitzen
Raumfeeling wie im Weltall

Ein Stern, so hell.

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