_Sail away.

Dream your dreams. You will always find a way to make your feeeee-lings come true.*

Wer jetzt an die kultige Bierwerbung eines etwas herben Pilseners in grünen Flaschen aus Bremen denkt, liegt gar nicht so falsch. Junge Männer mit Drei-Tage-Bart lassen sich von salzigem Meereswasser bespritzen und von ebenso jungen Frauen mit einem blendenden Lächeln beschenken. Wellen brechen schwungvoll über das Deck. Doch die Crew lässt sich nicht aufhalten. Die sattgrünen Segel blähen sich im Wind und der Dreimaster zieht unbeirrt kraftvoll seine Bahn im weiten wilden Meer.

Dieser Plott ist ein Traum von Freiheit. Die wenigsten unter uns haben einmal im Leben die Möglichkeit, auf einem Segelschiff mitzufahren. Lassen wir die kleinen Boote und Fregatten einmal aus. Die passen nicht zum Pathos eines majestätischen Dreimasters. Da passiert eine Geschichte auf dem Meer, für die es monatelange Planung und Vorbereitungsdisziplin braucht. Das Schiff muss vom Kiel aufwärts, back- wie steuerbord allen Winden und Stürmen gewachsen sein. Die Crew hat sich in schweißtreibenden Trainings aufeinander eingespielt und kennt jede kleine Macke und jedes Detail der Diva, die in den nächsten Monaten ihr hölzernes Zuhause sein wird.

Und dann kommt der Tag, an dem es endlich losgeht. Das Schiff sticht in See. An den Knoten zerrend, mit den Tauen schlagend und hart in den Wind gelegt, blähen die Segel kraftvoll und zerren an den Masten, die den Rumpf mit sich reißen. Die Fahrt steigert sich mit der Windgeschwindigkeit. Wie von einer übergroßen Götterhand gezogen, pflügt der Kiel durch das salzige Wasser und zerschneidet die Wellen. Hier hält die Mannschaft inne und genießt den Augenblick, der so still und kraftvoll, so majestätisch und wild zugleich ist.

Der geneigte Leser fragt sich an dieser Stelle: Was soll das Vorgeplänkel und was hat das alles mit einem Allerwelts-BMW-Dreier am Hut? Die Erklärung ist recht profan. BMW bietet in seinem ZF-Automatik Getriebe seit kurzem eine Funktion, die sich Segeln nennt. Hier wird die Überbrückungskupplung des Wandlerautomaten geöffnet, der Antriebsstrang damit vom Motor getrennt. Der fällt in den Leerlauf. Plötzlich herrscht eine gespenstische Ruhe im Auto. Nur die Windgeräusche singen das Lied der Autobahn, während der Dreier einen Berg herunter fährt und dabei sachte schneller wird. Ohne dass Gas gegeben wird.

Bei genauerer Betrachtung hat dieser Vorgang freilich so gar nichts mit Segeln zu tun. Der sparsame Bayer nutzt kein Stück die Urkraft des Windes, um sie in Vortrieb zu wandeln. Es fehlen auch die Wellen und die bärtigen Männer und die schönen Frauen. Und das Bier. Reden wir beim Autofahren bloß nicht übers Bier. Deutlich sind aber andere Kräfte zu spüren, die auf das Fahrzeug wirken. Die Schwerkraft, die Fliehkraft und die Kraft der Ingieneure bei BMW, die eine perfekte Abstimmung des Aus- und wieder Einkuppelns hinbekommen haben. Einfach eine exzellente Mannschaftsleistung.

Wählt der Fahrer den ECOpro Modus über den Fahrerlebnisschalter vor, ist die Segelfunktion zwischen 55 und 160 Stundenkilometer abrufbar. Das geht ganz intuitiv mit dem Gaspedal. Lässt man es los, gleitet der Dreier lautlos dahin und legt Kilometer um Kilometer zurück ohne wirklich langsamer zu werden. Hat man ein Ziel ins Navigationssystem eingetippt, hilf der Vorausschau-Assistenz dabei die ideale Entfernung abzuschätzen. Er weiß genau, weit man vor Kurven vom Gas gehen kann, ohne zum Verkehrshindernis zu werden.

Es ist ein bisschen wie beim Fahrradfahren, wenn der Berg zum Herunterrollen einlädt. Man spürt die Schwerkraft und der Wind fegt durch die Haare. Und genau hier wird im Dreier das, was eigentlich Rollen heißen sollte, zum Segeln. Denn dieses starke Wort vermittelt so viel Geschichte und Gefühl, dass man einfach immer wieder dieses faszinierende Spiel der Technik miterleben möchte. Anlauf nehmen vom Gas gehen und treiben lassen.

Wie das geht? www.hertz.de

BMW 318d
2.0 Liter R4 Dieselmotor
143 Segeltücher und 320 Newtonmeter Windstärke (PS und Drehmoment)
8.9 Sekunden von Null bis Sturm (0-100 km/h)
212 km/h Orkan (elektronisch limitierte Höchstgeschwindigkeit)
8-Gang ZF Getriebe mit Segelfunktion (Sail away)
6.5 Bier (Liter Diesel auf 100 Kilometer)
Navigationssystem Business mit Kompass und Routenempfehlung
2 Getränkehalter für Bremer Pils nach dem Törn

*Joe Cocker (1995) – Sail away

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