_Mini mal aufgemacht.

Mini hat sie nicht mehr alle. 

Jetzt fehlt denen schon das Dach. Unerhört!

Ja schau sich das mal einer an. Drive-Now hat in Düsseldorf jetzt die Cabrios vorm Bahnhof geparkt. Pünktlich zum Sommerbeginn. Ich weiß. Eigentlich haben wir schon eine Weile Sommer, doch der zählt nicht mit seinen melodramatischen, manisch depressiven Regentagen. Die Sonne lacht jetzt über der Rheinmetropole. Die Ray-Bans made in China werden ausgeführt und die Röcke – nun ja, die sind hier bei den Frauen eigentlich immer kurz. Also nichts wie raus auf die Straße. Düsseldorf ist eine Autofahrer-Stadt…

…und Drive-Now ein Carsharing-Unternehmen. Entstanden aus einer Kooperation zwischen der Autovermietung SIXT und den Bayerischen Motoren Werken, kurz BMW. Es ist die einfachste Art, in der Stadt über ein Auto zu verfügen, ohne eines besitzen zu müssen. Das Geniale daran ist eigentlich die Spontanität, mit der die Mieten eingespielt werden können. Man sieht ein Auto, schließt das Auto mit einem aufgeklebten Chip auf dem Führerschein auf, tippt seine PIN auf dem Touchscreen und fährt los, ärgert ein bisschen die großen Autos, parkt anschließend irgendwo und verschließt die Türen mit dem Chip. Fertig für den nächsten Mieter.

Mit diesem einen Chip und dem damit hinterlegten Kundenprofil kann man neben Düsseldorf auch in Berlin und der Heimatstadt von Drive-now, nämlich in München mieten. Gerade kommt noch Köln dazu und es sollen weitere Städte folgen. Sehr schön. Anfangs und bis vor gar nicht allzu langer Zeit hatte das System allerdings in Düsseldorf arge Kinderkrankheiten. Da gab es Zeiten, in denen nur ungefähr jede zweite Fahrt tatsächlich funktioniert hat. Denn wenn die Autos keinen Netzempfang haben (z.B. direkt am Hauptbahnhof), verweigern sie ihren Dienst und lassen sich nicht aufschließen oder falls doch, lässt sich die Buchung nicht durchführen.

Diese Situationen waren insbesondere dann ärgerlich, wenn gerade die letzte U-Bahn weg und der Taxifahrer seine Schicht beendet hatte. Im Nachhinein alles halb so wild: Früher sind wir auch zu Fuß gegangen. In Berlin liegt meine Mietquote bei 100%. Bundeshauptstädter können sich also auf ihr Carsharing verlassen. Und dann steht da in Düsseldorf dieses Mini CooperD Cabrio einfach so am Hauptbahnhof herum. Wie gemein. Ich kann es nicht da stehen lassen… muss… das… Dingen… fahren… jetzt. Schon mal erlebt, wenn vor lauter Suchterfüllungswünsche die Sprache versagt? Wenn nach einem anstrengenden Tag eine Fahrmaschine mit Go-Kart Feeling wartet?

Da sehe ich mich also meinen Führerschein an die Frontscheibe halten. Hoffe und bete und bange, dass das Lämpchen von grün auf gelb umspringt und mir ein Klacken die Türen freigibt. Der Mini macht das glatt. ich sitze im Sportledergestühl, starte den Motor per Knopfdruck. Die beinahe noch neue Dieselmaschine poltert, rülpst kurz und schnurrt dann sanft im Leerlauf. Meine Hand wandert Richting Himmel und zieht den Schalter nach hinten. Nach 15 Sekunden Sirren, Klicken und Ziehen, kann ich über mir auf die waschgraue Betonfassade am Bertha-von-Suttner Platz blicken. Mieses Panorama. Bloß weg hier. Am Rheinufer wird doch gerade die alljährliche Kirmes aufgebaut, oder? Nichts wie hin da. Durch den Hafen in den Tunnel auf die Brücken fahren. Einmal. Zweimal. Nochmal. Campino singt was von „Durch die Altstadtgassen…zu den Rheinterassen…An Tagen wie diesen…“

Wie das geht? www.drive-now.com

BMW Mini CooperD
112 PS – 6 Gänge
194 Stundenkilometer
3.9 Liter Diesel – bei DriveNow inklusive
Überall Parken – bei DriveNow inklusive
Leder Lounge Dark Truffel
 Xenonscheinwerfer mit Kurvenlicht
Navigation per fest installiertem Smartphone
Frischluft-Fanatismus
Die FORTUNA in Liga1
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