_Unendliche Nachterfahrungen

Spät in der Nacht irgendwo in Düsseldorf. Aufgekratzt vom Wochenende. Rastlos umherfahren. In diesem Auto. Du sagst zu dir selbst: „Komm mal runter.“

Vor den dunklen Fenstern der Wohnung, in der dein Bett steht. Kopfschütteln. Dann stellst du den Hebel wieder auf D und der Infiniti rollt aus der Parkbucht. Na los. Nur noch eine kurze Runde durch die Nacht. Wie ein alternder Rebell mit kurierter Abenteuersucht schleichst du um die Ecke der Kreuzung. Die Straßenlampen fliegen vorbei und erhellen im Takt der Musik im Radio den Innenraum. Der dieselnde V6 unter der geschwungenden Haube gönnt sich seinen Mitternachts-Snack. Serviert von 7 Gängen. Genau das ist jetzt der richtige Abgang für das ewig eintönige Malen roter Lichtstreifen auf der Autobahn. Und du sagst zu dir selbst: „Komm mal runter“. So geht das.

Es mag paradox klingen. Aber um dich von der Autofahrt quer durch Deutschland zu erholen, möchtest du Auto fahren. Fest umschlungen von der Mittelkonsole und eingefasst in weiches Leder der Sitze schwebst du über die von Taxen und Lieferwagen spärlich bevölkerten Straßen. Nur Tankstellen haben jetzt noch geöffnet. Es sind die Häfen der Gestrandeten. Sie tanken hier ihre Kraftreserven um ohne langes Verweilen bald schon wieder weggespült zu werden.

Der ein oder andere Dreh am Volant und ein beherzter Tritt auf das rechte Pedal befördert das Gespann flugs in die Hafenregionen der Rheinstadt. Hier strahlen die Straßenlampen nicht ganz so hell. Das künstliche Licht verflüchtigt sich in der Weitläufigkeit der grauen Betonflächen. Da schaust du nach oben durch das offene Schiebedach zu den Sternen. Die hier so hell leuchten, dass die Milchstraße zu sehen ist. Wie am Strand der Ostsee. Als würde das Rauschen des Rheins den Wellengang imitieren, der Kies unter den Reifen sich wie der Strand anfühlen.

Das tut gut. Der Kopf ist frei. Die Straßen sind es auch. Ist das nicht die wahre Essenz des Autofahrens? Ohne irgendwo ankommen zu müssen. Ohne ein konkretes Ziel zu haben. So wird zum Genuss, was sonst zu sehr im Alltagsstau verkümmert. In diesem Wagen. Da fängt der Mantel der Nacht schwungvoll an zu tanzen. In einem Takt, der von dir bestimmt wird. Nicht langsamer als am Tage. Aber entspannter. Gute Nacht. So gut.

Schwarzer Infiniti fx30dS von Hertz.de

3-Liter V6 Dieselmotor
238 Pferdestärken von 7 Gängen sortiert
8.3 Sekunden und 212 Stundenkilometer

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