_Die Melodie der 6 Töpfe.

Ostern steht an. Es ist wieder Zeit, deinen Allerwertesten in Richtung heimatliche Gefilde zu bewegen. Das ist der Spreewald. Da wo die Gurken herkommen. Aber keine Flaschen. Ganz und gar nicht. Macht aber auch nichts. So manche Dose erfüllt ihren Zweck genauso gut und hat mehr Stil. Man kann da schon einen Vergleich ziehen. Red Bull in Plastik-Pfand-Flaschen? Viel zu schäbig. BMW Fünfer mit Vierzylinder? Stil geht anders. Sechs in Reihe! Setzen. Also ab hinters Lankrad, reingegriffen und fauchen lassen.

So die Theorie. Und manchmal liegt die sehr nahe bei der Praxis. An der Tankstelle erfolgt die Übergabe des Schlüssels. Stolz wie der sprichwörtliche Oskar stehst du da. Es ist der mit dem wohligen Blau.Weiß.geviertelten Kreis. Du hattest schon viele Schlüssel in der Hand. Auch den vom größten Volkswagen aller Zeiten. Dem Bugatti Veyron. Aber es ist etwas anderes, wenn du weißt, dass du dich reinsetzen darfst. Sie fahren kannst. Sie ist wie das gut gekühlte Red Bull in Dosen. Mit Stil, Junge. Auf D stellen und rechts das Pedal zur Glückseligkeit streicheln.

Sie leitet uns. Sagt wo es lang geht. Die Frage ist, ob wir ihr vertrauen sollen. Der Stimme, die da vorne die Landkarte liest und annimmt, dass Staus keine guten Alternativen zum Zeitverschwenden sind. Macht nichts. Einen guten Teil der Strecke, die wir schon wieder binnen einer Woche in Richtung Hauptstadt einschlagen, liegt frei vor uns. Das bedeutet reichlich Auslauf für die spacemetallicgraue Lady. Da ist das Lieblingsschild. Von unten links nach oben rechts drei Striche im Kreis. Nach rechts weichen auch alle anderen Autos aus. Sie haben keine Angst, sondern fahren genauso entspannt ihren Ferien entgegen wie wir. Nein nagut. Wir fliegen.

Irgendwo unterwegs legen wir eine Pause ein. Das Treffen der automobilen Gegensätze. Hier links die postmoderne Touring Bombe mit Platz für vier und Leistung für dreißig Leute. Dort rechts die grüne Zwei.Zylinder.Dreirad.Boxer.Variante aus Frankreich. Mit Platz für einen und genug Show für alle anderen Autos der Blechlawine, die sich da über die A2 in beide Richtungen bewegt. Als der Typ sich die Fahrerbrille aufsetzt und sein Gefährt zur Bahnauffahrt bugsiert, beschließen wir ihm zu folgen.

Nicht lange und die Nadel neigt sich wieder der 200 entgegen. Der Typ mit der Brille und dem Dreirad lässt seine lichten Haare durch den Fahrtwind fliegen. Und bekommt Fliegen en masse ins Gesicht gepeitscht. Bei uns feuern sie einfach gegen das holde Blech- und Glaskleid und lassen sich dort als bunte Flecken nieder. Aus Fliegen und Mücken Sicht eine miese Sache.

Eine richtig miese Sache, gar ein scheiß Deal wenn ihr mich fragt, über der Betonstraße zu fliegen und dann von so einer rasenden Ingenieurs.Meister.Leistung erwischt zu werden. Wohin sind diese Insekten wohl unterwegs, als sie sich dir vors Auto schmeißen? Haben sie ein Ziel? Gar eine Mission? Hm. Bleiben wir realistisch. Aber an so etwas denkst du doch durchaus mal, als du sie wäscht. Leibevoll von Hand. Da steht die Lady, frisch geduscht. Frohe Ostern.

Als Packesel ist die graue Gefährtin viel zu schade. Genug Kraft, Bäume mitsamt allen Wurzeln aus der Erde zu reißen, hat sie alle Male. Im Überfluss, zu jedem Zeitpunkt und immer präsent. Drei.Liter.Autos haben schon etwas für sich. Wenn die Grünen das so wollen, bitte gerne. Dann haben sie deine Stimme. Andererseits müssten sie dann den Fahrspaß abschaffen und damit die freiwilligen Umwege, die du einlegst, wenn du eigentlich dorthin oder hierhin wolltest. Der Sitz im Auto lässt dich so schnell nicht mehr los. Kilometer schaukeln macht Spaß.

So auch die Rückfahrt. Als wir wieder in Düsseldorf einfliegen, ist es still in der Stadt. Alles schläft und erholt sich von den Oster.Feier.Tagen. So genießt du die Ruhe, die sich vor dir in der Windschutzscheibe projiziert. Mitten auf der Völklinger Straße zu stehen, die sechs Töpfe in Reihe ruhig brummen zu hören, die Luft zu riechen, die noch warm ist vom Tag davor, aus dem Panoramadach blicken und die Straßenlaternen zählen. Und zu wissen, dass in tausend Metern das Ziel erreicht ist, macht tierisch gute Laune und lässt dich breit grinsen. Mit Stil, Junge! Rechts ist das Gaspedal, nicht wahr?
Wie geht das? Ganz einfach: www.sixt.de
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